Vincentinerinnen nehmen Abschied von der Kommende
„Es war wunderschön hier“
Dortmund-Brackel. Er stand schon seit längerer Zeit fest und doch fällt dieser Abschied schwer. Das ist Schwester Patricia und Schwester Luca anzumerken. Die beiden Vincentinerinnen verlassen die Kommende und ziehen in das Altenheim ihres Ordens nach Rüthen. Damit endet eine Ära, die sogar schon vor der Gründung des Sozialinstitutes begann: 1946 kamen die ersten Vincentinerinnen in das Haus am Brackeler Hellweg, das drei Jahre später zur Kommende wurde.
von Andreas Wiedenhaus
„Es war wunderschön in diesem lebendigen Haus!“ Schwester Patricia spricht das aus, was wohl auch ihrer Mitschwester durch den Kopf geht, wenn sie an ihre Zeit in der Kommende denkt. 18 bzw. 17 Jahre wirkten beide dort.
In dieser Zeit haben sie das Haus vom Keller bis zum Dach kennengelernt, so vielfältig waren ihre Tätigkeiten: In der Küche oder im Speisesaal genauso wie an der Pforte oder bei den Küsterdiensten in der Kapelle. „Wir waren ja an keine festen Aufgaben gebunden, sondern haben immer wieder Neues übernommen.“
Jetzt sind die Koffer gepackt und der Umzug in den Altersruhesitz steht unmittelbar bevor. Schwester Luca wird Ende des Jahres 82 Jahre alt, Schwester Pastricia steht kurz vor ihrem 83. Geburtstag. 1948 bzw. 1947 sind sie in den Orden der Vincentinerinnen eingetreten. Ein wohlverdienter Ruhestand also. Und doch ein Schritt, der ihnen nicht leicht fällt. Dazu haben sich die Schwestern in der Gemeinschaft der Kommende zu sehr zu Hause gefühlt.
Für beide gehörte es ganz selbstverständlich zum Ordensleben, immer wieder woanders neu zu beginnen. Schwester Patricia war unter anderem in Hardehausen, Hagen und Detmold tätig: „Ich habe nie Nein gesagt.“ Und die verschiedenen Aufgaben hätten ihr immer Freude bereitet.
Doch die Jahre in der Kommende seien etwas Besonderes gewesen, fügt Schwester Patricia hinzu: „Dieses Haus mit seinen Mitarbeitern voller Idealismus hat so vielen jungen Menschen Chancen für Bildung und Aufstieg eröffnet. Das ist echte christliche Sozialarbeit.“ Sie blickt zu ihrer Mitschwester hinüber, ehe sie den nächsten Satz sagt: „Wir sind dankbar für die Zeit hier!“ Schwester Luca nickt, und beide lächeln.







