Aktuelle Ausgabe
2012-20

Neujahrsempfang bei Erzbischof Becker für Paderborner Stadtklerus

Erzbistum gut aufgestellt

Positive Stimmung beim Neujahrsempfang: Dechant Benedikt Fischer, Erzbischof Hans-Josef Becker, Professorin Dr. Maria Neubrand und Generalvikar Alfons Hardt (v. li.).Foto: pdp

Paderborn. Rückblicke und Ausblicke gab es beim Neujahrsempfang von Erzbischof Hans-Josef Becker für den Paderborner Stadtklerus. Erstmals nahm auch eine Frau an der Veranstaltung im Bischofshaus teil: Professorin Dr. Maria Neubrand MC. Sie war als neue Rektorin der Katholischen Fakultät Paderborn eingeladen. 

von Matthias Nückel 

„Zum eingeschlagenen Weg der Perspektive 2014 gibt es keine Alternative“, richtete Erzbischof Becker den Blick nach vorn. Deshalb werde man den Weg weiter gehen, „nicht trotzig, sondern aus Überzeugung“. Die Säule für alles bleibe der Dienst am Menschen. „Wir müssen die Verkündigung an allen Orten leben“, betonte Becker. Dabei verkenne er nicht, dass die Anforderungen und Herausforderungen gestiegen seien. Er habe jedoch im vergangenen Jahr erfahren, dass die Freude und die positive Einstellung nicht abhanden gekommen seien, sagte der Erzbischof.

Dass das Erzbistum personell gut aufgestellt ist, machte Generalvikar Alfons Hardt deutlich. In der Diözese gibt es 1071 Priester (Vorjahr: 1101), darunter 671 aktive. Von diesen sind 503 in der Pfarrseelsorge tätig. „Das ist im Vergleich zu anderen Diözesen ein hoher Prozentsatz“, wie der Generalvikar betonte. Das Durchschnittsalter der Priester im aktiven Dienst beträgt 51,9 Jahre. Eine leichte Entspannung gibt es beim Priesternachwuchs. 2011 wurden fünf Priester geweiht, gegenüber drei im Jahr zuvor. Priesteramtskandidaten gab es sechs (Vorjahr: fünf).

Gestiegen ist die Zahl der Ständigen Diakone ebenso wie die der Gemeindereferentinnen. Von 177 Ständigen Diakonen sind 142 im aktiven Dienst (Vorjahr 138). Gemeindereferentinnen und -referenten gab es 279, neun mehr als im Jahr zuvor. Generalvikar Hardt betonte, dass die Zahl der Gemeindereferentinnen nicht beschränkt sei.

In seinem Jahresrückblick erinnerte Hardt unter anderem an den Besuch des Papstes in Deutschland, die Vollversammlung der Deutschen Bischofskonferenz in Paderborn, den Beginn des Dialogprozesses in der katholischen Kirche, das Wallfahrtsjubiläum in Werl und an die Eröffnung der Franziskus-Ausstellung. Die bis Mai geöffnete Ausstellung im Diözesanmuseum werde gut angenommen.

Zur „Perspektive 2014“ sagte der Generalvikar: „Mit viel Schwung und Elan, mit Kreativität und Gestaltungskraft engagieren sich hauptamtliche und ehrenamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auf allen Ebenen des Erzbistums. Ich bin für dieses Engagement dankbar.“ 2010 seien 13 Pastorale Räume gestartet, im vergangenen Jahr seien acht hinzugekommen. In diesem Jahr gehen acht weitere Pastorale Räume auf den Weg. Gut angenommen werde die Förderung von innovativen missionarischen, diakonischen und spirituellen Projekten. Erste Anträge seien bereits eingegangen.

Mit Blick auf Professorin Dr. Maria Neubrand betonte Erzbischof Hans-Josef Becker den Wert der Katholischen Fakultät Paderborn und sagte, dass Profil der Fakultät müsse weiter gestärkt werden. Nicht zuletzt dankte der Erzbischof allen Mitarbeitern, „wo immer sie auch stehen“ für die Unterstützung.


22.05.2012
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