Aktuelle Ausgabe
2012-5

Planungen laufen seit drei Jahren – „Wir sind jetzt über den Berg“

Hinweis auf Dom kommt an die A33

Auf Autobahnkapellen wird auf normalen blauen Schildern hingewiesen. Baudenkmäler am Rande der Straße bekommen – nach einem längeren Genehmigungsverfahren – ein braunes Schild. Bald sol l auch der Paderborner Dom ein Hinweisschild bekommen.Foto: KNA

Paderborn. Ein Hinweisschild auf den Paderborner Dom an der Autobahn hat die Domgilde gefordert. Wie jetzt bekannt wurde, laufen die Planungen schon seit drei Jahren. Nun soll es nicht mehr allzu lange dauern, bis die Schilder aufgestellt werden.

von Matthias Nückel

Gut Ding will Weile haben in der deutschen Bürokratie. Und so geraten zuweilen Beschlüsse in Vergessenheit, ehe sie umgesetzt werden. So geschehen auch mit dem Hinweisschild auf den Paderborner Dom an der Autobahn. Als die Domgilde bei ihrer Jubiläumsveranstaltung solche Hinweisschilder forderte, konnte sich zunächst kaum jemand daran erinnern, dass die Planungen für solche Schilder bereits seit drei Jahren laufen.
Doch mit der Forderung der Domgilde kam Licht ins Dunkel: Schon im Jahre 2007 hatte CDU-Ratsmitglied Michael Pavlicic (CDU) sich für solche Schilder, die auf Paderborner Baudenkmäler – Dom und Kaiserpfalz – hinweisen, starkgemacht. Haupt- und Finanzausschuss unterstützten seinen Antrag und dann ging alles seinen geregelten Gang.
Für eine Genehmigung gibt es in Nordrhein-Westfalen ein zweistufiges Verfahren, wie ein Sprecher der Bezirksregierung Detmold erläutert. Zunächst einmal muss festgestellt werden, dass es sich bei dem Bauwerk um ein „ausschilderungswürdiges Objekt“ handelt. Dafür gibt es beim Verkehrsministerium NRW ein Beratergremium. Diese Hürde haben der Paderborner Dom und die Kaiserpfalz schon vor Jahren genommen, so der Sprecher der Bezirksregierung. Dies sei der Stadt dann auch mitgeteilt worden.
Dann muss festgestellt werden, ob es an der Autobahn auch Platz für ein solches Schild gibt. So muss ein braunes Schild mit einem Baudenkmal genügend Abstand zu blauen Schildern haben. Und pro Abschnitt, also etwa zwischen zwei Ausfahrten, darf es nicht mehr als zwei Schilder geben.
Vor einem halben Jahr schließlich wurde die A33 abgefahren und es wurden zwei Standorte gefunden, so die Bezirksregierung. Jetzt sei die Stadt Paderborn am Zuge, einen Antrag auf verkehrsrechtliche Anordnung zu stellen und einen Entwurf des Schildes einzureichen, der dann wieder von der Betirksregierung genehmigt werden müsse.
Ein Sprecher der Stadt weist darauf hin, dass eine solch lange Bearbeitungsdauer ein „nicht unüblicher Prozess“ sei. „Wir wären froh, wenn das jetzt seinen Gang geht“, meint er. Die Entwürfe gebe es. Nun müsse noch die Finanzierung geklärt werden.
Auf die Stadt kommt nämlich einiges an Kosten zu. Die Schilder an sich sind nicht ganz billig. Und auch das Aufstellen, das sich der Landesbetrieb Straßen NRW vorbehält, kostet einige tausend Euro.
Daran solle es jetzt nicht mehr scheitern. Mittlerweile hat nämlich auch das Heinz-Nixdorf-Museum einen Antrag auf ein eigenes Hinweisschild gestellt. Man darf gespannt sein, ob das Museum die Stadt auf der A33 noch überholt …


05.02.2012
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