Kolpingsfamilie St. Gertrudis in Sümmern feierte ihr 25-jähriges Bestehen
Eine der jüngsten im Erzbistum
Sümmern. Verglichen mit dem Kolping-Diözesanverband, der 2009 seinen 150. Geburtstag feiert, ist die Kolpingsfamilie in Sümmern noch ein „junger Hüpfer“: 25 Jahre ist sie alt. Entsprechend wurde das „Silberjubiläum“ mit „jugendlichen Elan“ begangen. Rund 250 Gäste feierten in der Schützenhalle. Die Festrede hielt Bauminister Oliver Wittke.
von Andreas Wiedenhaus
Begonnen hatte der Jubiläumstag mit einem Hochamt in der Gertrudiskirche, zelebriert von Bezirkspräses Bernhard Röttger, Präses Pfarrer Janus Plewnia, Ehrenpräses Josef Kleeschulte und Dechant Jürgen Senkbeil.
„Meines Wissens gab es nach unserer Kolpingsfamilie nur noch drei weitere Neugründungen im Erzbistum“, sagt der Vorsitzende Hermann Schulten. Schulten ist seit der ersten Stunde dabei und übernahm auch vor 25 Jahren den Vorsitz, den er seit einiger Zeit wieder innehat. „Den Anstoß hat aber damals Pfarrer Kleeschulte gegeben, der neu nach Sümmern kam“, erinnert sich Schulten. Er habe sich gewundert, dass es keine Kolpingsfamilie gab und gesagt: „Da müsst Ihr etwas tun!“ Die Sümmeraner nahmen sich diese Aufforderung zu Herzen und taten etwas.
Das ist bis heute so geblieben: Ein Blick in die von Hermann Schulten verfasste Festschrift macht deutlich, dass einiges auf die Beine gestellt wurde. Auf über 50 Seiten gibt sie einen Überblick über die Aktivitäten in den vergangenen 25 Jahren. Bildungsveranstaltungen und Vorträge, Studienfahrten und eine ausgesprochen aktive Theatergruppe verzeichnet die Chronik.
Ökumene und Eine-Welt-Aktionen waren und sind Themen, mit denen sich die Kolpingsfamilie darüber hinaus befasst. Dabei kommen auch die Geselligkeit und sportliche Aktivitäten wir Fußball oder Kegeln nicht zu kurz.
Und etwas Weiteres wird beim Blick in die über 50 Seiten umfassende Festschrift deutlich: Die Kolpingsfamilie ist in den 25 Jahren ihres Bestehens ein fester Bestandteil des öffentlichen Lebens in Sümmern geworden. Hermann Schulten: „Wir unterhalten gute Kontakte zu allen anderen Vereinen im Ort.“
Der Vorsitzende der 86 Mitglieder zählenden Sümmeraner Kolpingsfamilie blickt trotz der ein oder anderen widrigen Umstände optimistisch in die Zukunft: „Manchmal machen wir uns schon Sorgen um den Nachwuchs, aber auf unsere rührige Jungkolping-Gruppe können wir wirklich stolz sein.“
Geehrt wurden zum Jubiläum 23 „Kolpinger“, darunter 21 Gründungsmitglieder. 50 Jahre ist Bruno Grabolle dabei. Für 60-jährige Treue wurde Pfarrer Josef Kleeschulte ausgezeichnet.
Als „altgedientes“ Mitglied hatte er vor über 25 Jahren den Anstoß und Unterstützung gegeben. Auch dadurch, dass er der Kolpingsfamilie bei der Suche nach einem Zuhause half. Bereits kurz nach ihrer Gründung verfügte sie im damals gerade umgebauten Pfarrheim über einen eigenen Kolpingraum.
Zum größten Teil in Eigenleistung hatten die Mitglieder den Raum hergerichtet und ausgestattet, sodass er am Karnevalswochenende 1984 übergeben werden konnte. Dort fühlen sich die Sümmeraner „Kolpinger“ zu Hause, genauso wie in der Kirchengemeinde und im Ort.







