Borussia Dortmund eröffnet Jubiläumsjahr in der Dreifaltigkeitskirche
Eine Kirche trägt Schwarz-Gelb
Dortmund. Mit einem ökumenischen Gottesdienst in der Dortmunder Dreifaltigkeitskirche wurde der offizielle Auftakt zum Jubiläumsjahr „100 Jahre Borussia Dortmund 09“ gefeiert. Im Mittelpunkt stand dabei die Segnung der BVB-Jubiläumsfahne durch Weihbischof Matthias König und Pfarrerin Carola Theilig.
von Andreas Wiedenhaus
Schon von Weitem ist deutlich zu sehen, worum es heute abend in der Dreifaltigkeitskirche in der Dortmunder Nordstadt, unweit des Borsigplatzes geht: „BVB 09 100“ prangt per Beamer in schwarzer-gelber Leuchtschrift an der Turmseite des Gotteshauses. Auf einer Videoleinwand auf dem Kirchenvorplatz ist – natürlich ebenfalls in Schwarz-Gelb – zu lesen, dass gleich der Gottesdienst zur Eröffnung des Jubiläumsjahres beginnen wird.
Auch in der Kirche dominieren die Borussia-Farben. Einige Bögen sind angestrahlt und kaum ein Gottesdienstbesucher, der nicht mindestens durch ein Kleidungsstück seine Verbundenheit zum BVB zum Ausdruck bringt.
Auch Weihbischof König wird zu Beginn des Gottesdienstes entsprechend ausgestattet: Pfarrer Jörg Haselhorst überreicht ihm einen Fan-Schal. Dabei war der gebürtige Dortmunder sowieso schon gut vorbereitet angereist. So hat er unter anderem die Dom-Ausgabe mit dem Titelbild zum Borussia-Jubiläum dabei.
In seiner Ansprache vor der Segnung der Standarte nennt der Weihbischof Fairness, Gemeinschaftssinn, Freude und Begeisterungsfähigkeit als positive Eigenschaften des Fußballs und seiner Fans.
In einer kurzen Ansprache hatte zuvor schon Borussia-Präsident Dr. Reinhard Rauball betont, wie gern der Verein anlässlich des Jubiläums an seine Wurzeln zurückgekehrt sei, die die Borussia im Übrigen „nie vergessen“ hätte.
Junge Männer aus der Gemeinde Heilige Dreifaltigkeit hatten vor 99 Jahren den Fußballverein gegründet. Und waren dabei auf Widerstand beim damaligen Klerus gestoßen. Kaplan Hubert Dewald wollte ihnen den „unkultivierten Sport“ untersagen. So setzte er etwa eine Andacht genau dann am Sonntagnachmittag an, wenn auf der „Weißen Wiese“ unweit der Dreifaltigkeitskirche der Anstoßpfiff erfolgen sollte. Weihbischof König nannte die Feier in Anspielung auf diesen Konflikt eine „späte Wiedergutmachung“. Propst Andreas Coersmeier hatte schon in seiner Begrüßung festgestellt, dass sich die Vereinsgründer es sich wohl nicht hätten träumen lassen, dass sie 99 Jahre später auf diese Weise in ihrer Kirche geehrt werden würden.
Im Anschluss an den ökumenischen Gottesdienst wurde am Signal-Iduna-Park das neue „Borroseum“ eröffnet, nach den Worten der BVB-Verantwortlichen „das schönste Fußball-Museum Deutschlands“. Zu den ersten Besuchern zählte neben zahlreichen Gottesdienstteilnehmern auch Weihbischof König.







