Aktuelle Ausgabe
2012-20

Die Gemeinde St. Marien in Siegen-Geisweid feiert das 50-jährige Bestehen ihrer Kirche

„Die wohl schönste Kirche“

Pfarrer Karl-Hans Köhle, Christine Bänfer und Dieter Patt vom Pfarrgemeinderat (v. l.) laden zum Kirchweihjubiläum ein. Ein maßstabsgetreues Modell der Kirche wurde mit viel Liebe und Arbeit von Gemeindemitgliedern handgefertigt.Fotos. Mütherig

Siegen-Geisweid. „St. Marien 50 Jahre ‚ora et labora’ im Wenscht“ – Unter diesem Thema feiert die Katholische Kirchengemeinde St. Marien Geisweid im Pastoralverbund Hüttental-Freudenberg den Geburtstag ihrer Kirche St. Maria Immaculata. Denn „beten und arbeiten“ gehört für die Christen eng zusammen, die in dieser Kirche seit 50 Jahren ihre Gottesdienste feiern.

von Juliane Mütherig

St. Maria Immaculata wurde ein Jahr nach der evangelischen Wenscht-Kirche errichtet. „Eine lange ökumenische Zusammenarbeit verbindet unsere Gemeinden im Dienst am Aufbau dieses Reichs Gottes“, erzählt Pfarrer Karl-Hans Köhle, der seit sieben Jahren in der Kirchengemeinde für die Seelsorge zuständig ist, zusammen mit Ulrike Weber, der Gemeindereferentin, und mit Pastor Dr. Adrian Wypadlo.
Das Jahr 1864 wird als der Beginn eines eigenen Gemeindelebens der katholischen Gläubigen von Weidenau angesehen. Die Weidenauer, damals der Muttergemeinde St. Marien Siegen angehörig, errichteten am Hüttengraben eine kleine Kapelle mit dem Namen der „Unbefleckten Jungfrau Maria“. Unter Pfarrer Brack wurde 1892 im Hüttental die St.-Joseph-Kirche erbaut, die erste Pfarrkirche der Katholiken von Weidenau und Klafeld. Unter Pfarrer Theodor Villis wurde am 24. Juni 1958 der erste Spatenstich der katholischen Kirche im Wenscht gefeiert,  für die „modernste Kirche der Heimat“, wie es in einem Zeitungsbericht von damals heißt. Stolz wurde berichtet: „Die dritte Kirche der größten Pfarrei des katholischen Dekanats Siegen ist im Bau.“ Die Pläne für die architektonisch modern gestaltete Kirche in der Gartenstadt Wenscht, einer Siedlung, die im Zuge des wirtschaftlichen Wiederaufbaus nach dem Zweiten Weltkrieg entstanden war, fertigte der Architekt Aloys Sonntag aus Siegen-Weidenau. Am 26. Oktober wurde der Grundstein durch Prälat Baumjohann aus Paderborn gelegt.
Auch der Erzbischof von Paderborn, Lorenz Kardinal Jaeger, war begeistert. „Die wohl schönste Kirche in meinem ganzen großen Bistum“ bezeichnete der Erzbischof die Kirche St. Maria Immaculata im Wenscht, als er am 25. Oktober 1959 das Gotteshaus weihte. Zum Bau der Kirche sagte der Kardinal in seiner Predigt: „Der Herr hat jetzt auch hier in dieser Siedlung sein Reich errichtet, um es von hier aus aufzubauen in allen Herzen.“
Den einzigen Schmuck der zentrierten Kirche bildet ein Mosaikbild des Auferstandenen. „Christus der triumphierende König thront über dem Altar.“ Dieses Bild des Künstlers Jupp Jost wählte die Kirchengemeinde als Jubiläumslogo aus. Eine zwölfköpfige Vorbereitungsgruppe hat zum Jubiläum ein buntes Programm zusammengestellt, um Jung und Alt anzusprechen. Kirchenvorstand, Pfarrgemeinderat und Seelsorgeteam möchten, dass von dem Jubiläum ein missionarischer Elan ausgeht. Ihr Wunsch ist es, alte und neue Christen bei sich willkommen zu heißen.


22.05.2012
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