Aktuelle Ausgabe
2012-20

Wochenend-Workshop der Kolpingsfamilie St. Meinolf Bielefeld zeigt alternative Wege zum neuen Job

Die eigenen Stärken vermarkten lernen

Das Team der Kolpingsfamilie freut sich auf viele Teilnehmer zum Wochenend-Workshop (v. l.): Michael Tegethoff (Mitgliederservice), Francesca Ermler (Bildungsbeauftragte) und Bernd Vornholt-Niehaus (Vorsitzender).

Bielefeld. Der Wandel in der Gesellschaft macht auch vor der Arbeitswelt nicht Halt. Die aktuellen Entwicklungen zeigen, dass das Normalarbeitsverhältnis (Vollzeittätigkeit) zunehmend brüchig wird. Den Lebensberuf gibt es nicht mehr. Kontinuierliche Verläufe von Erwerbsbiografien gehören immer öfter der Vergangenheit an.  

„Hier setzen wir an“, erläutert Bernd Vornholt-Niehaus, Vorsitzender der Kolpingsfamilie St. Meinolf, „und bieten als Sozialverband ‚Hilfe zur Selbsthilfe‘.“ Der Wochenend- workshop unter dem Motto: „Kompetenzmarketing“ zeigt am 10./11. September Instrumente zur Entwicklung beruflicher Alternativen auf. Die offensive Selbstvermarktung und Kompetenzbilanzierung steht dabei im Vordergrund. Durch den Workshop führen die Referenten Margaretha Linder und Walter Bens, freiberufliche Personalberater. 

Das Seminar richtet sich an Interessierte, die nach neuen beruflichen Herausforderungen suchen oder vom Verlust des Arbeitsplatzes bedroht sind. Die Brüche im Lebenslauf im Sinne einer persönlichen und beruflichen Weichenstellungen zu nutzen, ist das Ziel dieses Workshops. 

Die Selbstvermarktungsstrategie zielt auf ein aktives Anbieten der eigenen Arbeitskraft. Der Arbeitnehmer wird vom reagierenden Bewerber zum aktiven Arbeitskraftanbieter. Dazu ist es notwendig, Fähigkeiten und Erfahrungen aus allen Lebensbereichen (Arbeit, Familie, Freizeit, soziales Umfeld) zu erfassen und das Kompetenzprofil des Arbeitsuchenden zu analysieren. „Denn was ein Mensch kann, ist weit mehr als Qualifikationen und Zertifikate abbilden können“, so die Referenten. 

„Die eigenen Stärken, Kompetenzen und Vorlieben zu erkennen ist dabei eine notwendige Voraussetzung, um neue Aufgaben und Berufsrollen zu definieren“, so Walter Bens. Neben Neuorientierung erfordert dies auch Selbstreflexion und Selbstvergewisserung. „Vielen Bewerbern ist oft nicht klar, wo die persönlichen Fähigkeiten liegen und was sie tatsächlich alles können“, so Magaretha Linder. „Daher werden die beruflichen Möglichkeiten häufig selbst begrenzt.“


22.05.2012
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