Aktuelle Ausgabe
2012-20

Katholische Fachhochschule in Paderborn hat sich verändert und nennt sich nun KathHO

Der Name spiegelt die Seele wider

Neuer Name, neues Logo: Prof. Dr. Agnes Wuckelt und Prof. Dr. Martin Hörning. Fotos: Beyel

Paderborn. „Die FH in ihrer ursprünglichen Form existiert nicht mehr!“, erklärt der Abteilungssprecher und Dekan des Fachbereichs Sozialwesen in Paderborn, Professor Dr. Martin Hörning. Nach vielen internen Veränderungen, hat sich die Katholische Fachhochschule NW (KFH) nach außen für eine grundlegende Neuerung entschieden: Die Änderung des Namens! Seit dem 1. September 2008 heißt die KFH nun Katholische Hochschule NRW, auch KatHO genannt.

 

von Carolin Beyel

 

Wuchtig wirkt der Bau der Paderborner KFH. Äußerlich unverändert, hat sich doch im Lehrbetrieb an der Leostraße seit der Gründung 1971 einiges gewandelt.

Wie an Hochschulen, wurden seit dem Bologna Prozess Bachelor- und Masterstudiengänge eingeführt und Stellen für die Forschung geschaffen. Zudem wurde der Kontakt zum Ausland ausgebaut. Doch dort habe der Begriff „Fachhochschule“ nur Verwirrung gestiftet, wie Professor Hörning berichtet.

Grund genug für die Verantwortlichen, den Namen der neuen Entwicklung anzupassen. „Der Name soll“, so Martin Hörning, „die Seele widerspiegeln“. Auch im Logo findet der Wandel der ehemaligen KFH Ausdruck. Der vorher schwarz-weiß gehaltene Schriftzug, leuchtet nun in blau und grün. Die vier Punkte am Ende symbolisieren dabei die Standorte der Hochschule in Nordrhein-Westfalen: Aachen, Köln, Münster und Paderborn.

„Auch wenn die Bezeichnung sich ändert, die FH-typische praxisfundierte Ausbildung bleibt erhalten“, betont Dekan Hörning. Der Schwerpunkt soll in Zukunft auf der Praxisforschung liegen. Dafür sei ein Forschungsnetzwerk mit externen Institutionen ge­plant. Auch über eine mögliche Ausweitung des Studienangebots werde nachgedacht. Ob innerhalb der aktuellen Fachbereiche oder ob neue Fachbereiche entstehen, sei noch nicht klar.

Neben den formalen Veränderungen weist Professorin Agnes Wuckelt, Dekanin des Fachbereichs Theologie, auch auf den Wandel im Berufsfeld ihrer Absolventen hin. Denn wer das Fach Religionspädagogik belegt, will damit meist Gemeindereferent werden. Die Anforderungen an diesen Arbeitsbereich seien in den vergangenen zehn Jahren gestiegen. Nicht alle Studien-absolventen gingen in den kirchlichen Dienst. „Einige merken irgendwann, dass sie nicht kompetent genug sind oder erschließen nach dem Studium ganz andere Perspektiven“, so die Dekanin. Daher biete die Hochschule in ihrem umfangreichen Fortbildungsprogramm auch Sozialpädagogen die Möglichkeit sich im theologischen Bereich zu bilden. „Wir wollen eine anwendungsbezogene Theologie anbieten“, so die Professorin.


21.05.2012
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