Das Vokalensemble Wiedenbrück führt Johannespassion an Bachs 325. Geburtstag auf
„Das ist beinahe Fügung“
Rheda-Wiedenbrück. „Das ist beinahe Fügung“, sagt Jürgen Wüstefeld. Der Kirchenmusiker von St. Aegidius freut sich auf den 21. März. An Johann Sebastian Bachs 325. Geburtstag führt er mit dem Vokalensemble Wiedenbrück die Johannespassion BWV 245 auf. Beginn ist um 16 Uhr, der Kartenvorverkauf hat begonnen.
von Hubertus Ebbesmeyer
Wüstefeld ist begeistert von der Intensität der großartigen Passion, die er „schon länger mal aufführen“ wollte. Er verspricht eine beeindruckende konzertante Darbietung mit großartigen Mitwirkenden. Da ist zum einen das Orchester „La réjouissance“ aus Detmold, mit dem der Chor schon mehrfach zusammengearbeitet hat.
Elisabeth Schnippe (Sopran), Yves Michael Kiffner (Altus), Wolfgang Tiemann (Evangelist), Eckhard Thiel (Bass) und Hans-Hermann Jansen (Christus) werden Chor und Orchester als herausragende Solisten zur Seite stehen.
Mit dem Vokalensemble arbeitet Wüstefeld zurzeit am Feinschliff der „Turba-Chöre“, der Chöre des zumeist aufgewühlten Volks also. Der Kantor hat sich im Vorfeld intensiv mit der Passion beschäftigt. Dabei sei ihm manche Symbolik aufgefallen. Etwa, dass sich der tief gläubige Komponist selbst mit der Tonfolge „BACH“ in das Werk eingebracht hat.
„In der Bassführung des viert- und fünftletzten Taktes im Schlusschoral sind über den Worten ‚erhöre mich’ in umgekehrter Form die Tonbuchstaben h, c, a und b zu erkennen“, leitet Wüstefeld hieraus „die Bitte, das Bekenntnis und den Wunsch des Komponisten ab, sich am Ende der Passion durch Christi Passion umkehren zu lassen“.
Für ihn steht fest, dass Bach in den Texten und in der Musik immer auch den Hörenden im Blick gehabt habe, der sich selbstkritisch hinterfragen möge: „Wo stehe ich als Mensch?“ oder auch „Bin ich als Christ richtig eingestellt?“.
„Neben der musikalischen ist eben immer auch die inhaltliche Beschäftigung mit der Passion und ihren Texten erforderlich“, betont der Vollblutmusiker, der von der „unglaublichen Dramatik“ des Werkes ergriffen ist.
Karten für die Aufführung der Bachschen Johannespassion am 21. März in St. Aegidius gibt es für 15 Euro (Erwachsene) und 7 Euro (Schüler) in der Buchhandlung Rulf (Wiedenbrück), in der Buchhandlung „Lesart“ (Rheda), in der „MusiKiste“ Gütersloh sowie bei den Chormitgliedern.
Einen Einführungsvortrag zur Johannespassion mit vokalen und instrumentalen Hörproben wird es am Mittwoch, 17. März um 19.30 Uhr im Aegidiushaus geben. Er wird von Birgit Badorreck gestaltet. Der Eintritt dazu ist frei.




