Religionspädagogik-Studenten erhalten Abschlusszeugnisse/ Preisgekrönte Arbeiten
Das Ziel des Lebens als Siegespreis
Paderborn. Den Diplom- oder Bachelor-Abschluss haben sie in der Tasche. Jetzt geht es für 50 Absolventen der Religionspädagogik an der Katholischen Hochschule Nordrhein-Westfalen in Paderborn weiter mit dem berufspraktischen Jahr. Ihr Einsatzgebiet werden künftig je zur Hälfte Schule und Gemeinden in ihren jeweiligen Diözesen sein.
von Andreas Götte
Beim Festakt im Bürgerhaus in Schloß Neuhaus wurden die erfolgreichen Studentinnen und Studenten erst einmal vor 300 Gästen gebührend verabschiedet. Vier von ihnen wird der Start ins Berufsleben mit einer kleinen Finanzspritze versüßt.
So zeichnete auch in diesem Jahr die Paderborner Bank für Kirche und Caritas die besten Diplom- und Bachelorarbeiten mit einem Geldpreis aus. Über jeweils 500 Euro freuen sich Stefanie Matulla und Anne Cordes (Bistum Paderborn) sowie Viola Maria Seifert (Fulda) und Stephan Unland (Osnabrück).
Matulla beschäftigte sich in ihrer Bachelor-Arbeit „Meiner Hände erheben sei wie das Opfer am Abend“ mit theologischen Überlegungen zur Wechselbeziehung zwischen liturgischer Gestik und dem Gottesbild. Anne Kordes arbeitete an Hand der Fernsehserie „Mash“ unter anderem die mögliche Bearbeitung seelsorgerischer Themen mit dem Einsatz von Medien heraus. Diplom-Religionspädagogin Viola Maria Seifert widmete sich empirischen Zugängen zu Gottesbildern von Grundschulkindern des beginnenden 21. Jahrhunderts als Chance für religiöse Erziehung. Stephan Unland untersuchte mit wirtschaftswissenschaftlichem Hintergrund die Kosteneffizienz bei Pfarrgemeinden und zeigt Perspektiven einer Effizienzanalyse auf.
Die beiden Jahrgangsbesten heißen in diesem Jahr Maria Schmidt (Diplom-Note 1) und Christina Sondermann (Bachelor-Note 1,5). Die beiden 23-Jährigen kommen aus den Bistümern Hamburg und Osnabrück.
Paderborns Vize-Bürgermeister Josef Hackfort freute sich mit den frischgebackenen Akademikerinnen und Akademikern und hob hervor, dass „die Gesellschaft auf die Zuversicht ihres Glaubens angewiesen ist“. Religionspädagogen müssten sich ihren Platz innerhalb von Gemeinde und Kirche erkämpfen und dabei auch die Wichtigkeit des Einsatzes von Laien im Auge behalten.
In seinem von Prof. Dr. Agnes Wuckelt verlesenen Grußwort lobte Rektor Prof. Karl Heinz Schmitt die Leistungen der Absolventinnen und Absolventen. Diese könnten angesichts der vielen Studienreformen stolz auf ihre erbrachten Leistungen sein. Zum ersten Mal wurden Bachelor-Abschlüsse beurkundet.
Der Rektor des Pauluskollegs, Hans Jürgen Rade, machte den jungen Akademikern Mut für die Zukunft. „Ihr Beruf ist eine Berufung, egal ob in der Praxis oder im Aufbaustudium.“
„Das Ziel vor Augen jage ich nach dem Siegespreis“, so hatten die ehemaligen Studierenden das Motto ihrer Abschlussfeier genannt. Und damit seien nicht akademische Titel gemeint. Der Siegespreis sei mehr, es gehe um das Ziel des Lebens. Wer Gott als Ziel vor Augen habe, der erhalte auch die Kraft, seinen Weg zu gehen“, hatte zuvor Erzbischof Hans-Josef Becker während eines Pontifikalamtes in der Pfarrkirche St. Heinrich und Kunigunde betont.







