Vertreterversammlung des Caritasverbandes Paderborn
Caritas setzt verstärkt auf Kooperationen
Paderborn. Obwohl der Caritasverband Paderborn der größte Wohlfahrtsverband im Kreis Paderborn ist und in den letzten Jahren weiter gewachsen ist, setzt der Verband verstärkt auf die Zusammenarbeit mit anderen Trägern, Kommunen und Institutionen. Das wurde jetzt auf der Vertreterversammlung der Caritas in Borchen deutlich.
Das Stichwort „Kooperation“ prägt auch den aktuellen Jahresbericht, den Vorstand und Geschäftsführung im Pfarrheim St. Michael in Kirchborchen vorlegten. In seinem Bericht stellte der Vorsitzende Josef Wecker einige der Caritas-Projekte vor, die in enger Zusammenarbeit mit anderen Verbänden oder Einrichtungen stattfinden. Dazu gehören die Offenen Ganztagsschulen, ein Modellprojekt mit einer Schulpsychologin am Bürener Mauritius-Gymnasium, die Zusammenarbeit bei den Senioren-Wohngemeinschaften mit dem Spar- und Bauverein Paderborn oder die neue Borchener Anlaufstelle für Pflege. Auch der 2007 gegründete kreisweite Palliativpflegedienst oder der Jugendtreff in Sennelager wären ohne Kooperationen nicht denkbar.
Zu einem guten Teil haben diese Projekte dazu beigetragen, dass die Zahl der Mitarbeiter auf aktuell über 750 gestiegen ist. Unter dem Strich kann der Verband auch finanziell eine positive Bilanz ziehen, wie die Jahreszahlen beweisen, die Geschäftsführer Patrick Wilk vorlegte. Dennoch schlug Josef Wecker besorgte Töne an. Einerseits seien die für 2008 und 2009 für die Mitarbeiter beschlossenen Tariferhöhungen gerechtfertigt, andererseits stellten sie den Verband doch vor große Herausforderungen, sagte er. Immerhin machen die Aufwendungen für das Personal drei Viertel der Gesamtkosten aus.
Die Vorstandswahlen erbrachten eine einmütige Bestätigung der bisherigen Mitglieder. Hans Josef Knoop, der dem Vorstand seit 1988 angehörte, kandidierte aus Altersgründen nicht mehr. Seine Verdienste würdigte Diözesan-Caritasdirektor Volker Odenbach. Er zeichnete Hans Josef Knoop mit dem ihm vom Deutschen Caritasverband verliehenen Ehrenzeichen in Silber aus. Zur Nachfolgerin von Knoop wählte die Vertreterversammlung die Studiendirektorin Birgit Tegethoff aus Marienloh.







