Aktuelle Ausgabe
2008_46

Kolpingsfamilie und Caritas-Konferenz in Hövelhof starten neue Initiative

„Brot und Mehr“ für Bedürftige

In der Gemeinde St. Johannes Nepomuk in Hövelhof startete jetzt die Initiative „Brot und Mehr“. Für bedürftige Menschen engagieren sich unter anderem Mechthild Piskol, Herbert Biskup, Hubert Steffens, Vikar Daniel Meiworm, Monika Schiermeier, Barbara Schumann, Gudrun Antpöhler, Ingrid Huthmacher, Renate Lappel, Petra Moos und Maria Blank. Foto: Ebbesmeyer

Hövelhof. „Caritas-Warenkorb“, „Tafel“, „Mobiler Warenkorb“ – die Bezeichnung für Einkaufsläden für Bedürftige sind vielfältig. Das Anliegen ist jedoch stets dasselbe. Menschen zu unterstützen, die sich aufgrund ihrer Lebenssituation nicht immer das Nötige an Lebensmitteln leisten können. In der katholischen Kirchengemeinde St. Johannes Nepomuk in Hövelhof ist vergangene Woche die Aktion „Brot und Mehr“ an den Start gegangen. Initiiert von der örtlichen Caritas-Konferenz und der Kolpingsfamilie.

von Hubertus Ebbesmeyer

„Wie sieht es in unserem direkten Umfeld aus? Wie ist es um die bestellt, die ungerecht behandelt werden, die ihre Kinder allein erziehen müssen, die arbeitslos sind, die in ihrem Leben beeinträchtigt sind, denen es einfach nicht möglich ist, das Nötigste zum Leben zu bekommen?“ Diesen Fragestellungen ist eine Gruppe von Gemeindemitgliedern in Hövelhof im Frühjahr nachgegangen.
Ein erstes Treffen von Menschen aus der Pfarrei, die sich engagieren wollen, vereinte letztlich 39 Ehrenamtliche. „Ein enormer Erfolg“, findet Vikar Daniel Meiworm.
Für die Helfer gibt es einiges zu tun und zu organisieren, bis die Ausgabe von Lebensmitteln jeweils montags von 13 bis 15 Uhr sowie donnerstags von 16 bis 18 Uhr im Pfarrheim an der Schlossstraße 10 neben der Kirche beginnen kann.
Ein Dienstplan regelt, wer anderthalb Stunden vor der Ausgabe mit Privat-Pkws und Bullis örtliche Supermärkte, Bäckereien und den Bioladen anfährt, um Lebensmittelspenden abzuholen, im Pfarrheim zu sortieren, möglichst gerecht zu portionieren und auf langen Verkaufstischen anzuordnen.

 

Wer die Arbeit der Initiative „Brot und mehr“ in Hövelhof unterstützen möchte, kann sich melden bei Maria Blank, Tel. 01 71 / 6 05 45 17, Mechthild Piskol, Tel. 01 60 / 97 91 85 20, oder bei Vikar Daniel Meiworm, Tel. 0 52 57 / 93 05 51.
Brot und Brötchen, Kaffee, Tee, Müsli, Obst, Gemüse, Joghurt, Käse, Zucker, Salat, Bananen und anderes mehr haben die Geschäfte am ersten Verkaufstag zur Verfügung gestellt. „Wir sind so froh, dass uns die Geschäfte und die Händler so unterstützen“, sagen die Mitinitiatorinnen Mechthild Piskol von der örtlichen Sozialstation und Maria Blank vom Altenpflegeheim Haus Bredemeier unisono.
120 Familien haben laut Sozialamt der Gemeinde Hövelhof und „ARGE“ Anspruch auf eine Berechtigungskarte. 54 von ihnen ließen sich letztlich vor dem ersten Verkauf einen Berechtigungsschein zum Einkauf bei „Brot und Mehr“ ausstellen lassen.
Doch die Waren werden nicht kostenlos abgegeben. Der Eindruck von Almosen soll nicht entstehen. Gegen einen Obulus von einem Euro pro Haushalt werden die Waren an die Kunden ausgegeben. Bei der Premiere waren 23 Haushalte vertreten.
„‚Brot und Mehr‘ beinhaltet auch mehr“, sagt Vikar Meiworm. Denn die Bedürftigen seien nach dem Einkauf eingeladen bei einer Tasse Kaffee  miteinander ins Gespräch zu kommen, Sorgen auszusprechen und einfach neue Kontakte zu knüpfen.
Für die ehrenamtlichen Helfer ist die Arbeit bei der neuen Initiative „eine besondere Erfüllung“, sagen etwa Gudrun Antpöhler und Monika Schiermeier. Nun hofft Vikar Meiworm, „dass die, die sich noch nicht getraut haben, doch noch die Hürde überwinden und zu uns kommen“.

Wer die Arbeit der Initiative „Brot und mehr“ in Hövelhof unterstützen möchte, kann sich melden bei Maria Blank, Tel. 01 71 / 6 05 45 17, Mechthild Piskol, Tel. 01 60 / 97 91 85 20, oder bei Vikar Daniel Meiworm, Tel. 0 52 57 / 93 05 51.


21.11.2008
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