Aktuelle Ausgabe
2012-20

Brückengruppe trifft sich zum Frühstück

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Nach einem gemeinsamen Gottesdienst trifft sich die Brückengruppe jeden ersten Montag im Monat im Konventshaus in Clarholz zum Frühstück. Foto: Lakenbrink

Herzebrock-Clarholz (rtl). Es ist Montagmorgen und der Saal im Konventshaus füllt sich auf einen Schlag. Mehr als 30 Frauen kommen fröhlich redend herein und setzen sich an die liebevoll geschmückten Tische. Jeden ersten Montag im Monat trifft sich die sogenannte Brückengruppe zu einem Frühstück für Alleinstehende im Pfarrzentrum der Gemeinde St. Laurentius in Clarholz

„Angefangen haben wir mit zwölf Frauen“, erinnern sich Franziska Kempf und Agnes Hülsmann, die den Frühstückskreis auf Anregung der örtlichen Caritas vor neun Jahren aufgebaut haben. Mittlerweile kommen regelmäßig mehr als 30 Frauen zu den monatlichen Treffen, die zunächst unter dem Namen „Trauergruppe“ stattfanden. „Aber der Name gefiel uns nicht“, erklären die Initiatorinnen.
So entschieden sich die Frauen für den Namen Brückengruppe, denn „ich bin auf der traurigen Seite und muss wieder auf die andere Seite finden“, greift Franziska Kempf die Symbolik auf, die Pfarrer Josef Kemper einmal für den Namen verwendet hat.
Männer sind auch herzlich willkommen, auch wenn die das Angebot bislang noch nicht wirklich nutzen. „Wir hatten einmal einen Mann da“, erinnern sich die Organisatorinnen, die mittlerweile Verstärkung von Elisabeth Topp und Maria Rickel bekommen haben. Auch jüngere Menschen, die trauern oder Anschluss suchen, sind herzlich willkommen. Jeder Besucher wird am Eingang von den vier Frauen persönlich begrüßt. „Uns ist es wichtig, jedem Gast das Gefühl zu geben: ich bin willkommen und kann etwas Nähe spüren“, erklärt Kempf.
„Wir versuchen, jedes Mal einen neuen Anreiz zu geben“, berichtet Agnes Hülsmann. An diesem Morgen ist Pfarrer Kemper zu Gast, der der Brückengruppe nach dem gemeinsamen Frühstück etwas über den Altar und die Kirchenfenster in der benachbarten St.-Laurentius-Kirche erzählt. Aber auch Vorträge über Indien, zum Thema Patientenverfügungen oder Herz-Kreislauf-Erkrankungen hat es bereits gegeben. „Und wenn mal nichts Besonderes ist, singen wir gemeinsam, lesen Gedichte oder Geschichten vor“, erklären die Organisatorinnen.
Bevor die Frühstücksrunde jedes Jahr im August und September für zwei Monate pausiert, gibt es immer noch einen Ausflug samt Auswärtsfrühstück. So wurde etwa bereits der Botanische Garten in Gütersloh besichtigt.
Wer auch gerne an dem Frühstück teilnehmen möchte, ist jeden ersten Montag im Monat um 8.30 Uhr im Konventshaus willkommen. Wer möchte, kann vorher (um 8 Uhr) den Gottesdienst in der St.-Laurentius-Kirche besuchen.


19.05.2012
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