Kolpingsfamilie Kirchlengern unternahm eindrucksvolle Pilgerreise zu den Schauplätzen der Bibel
Auf den Spuren Jesu unterwegs in Israel
Kirchlengern. Auf den Spuren Jesu bewegte sich die Kolpingsfamilie Kirchlengern mit einer Pilgergruppe durch Israel. Gemeinsam mit Weihbischof Matthias König besuchten sie in zehn Tagen die Wirkstätten von Jesus Christus und Plätze aus dem Alten Testament.
Beeindruckend waren die Messfeiern an den Originalplätzen. Sie werden nachhaltig im Kopf auftauchen, wenn entsprechende Schriftstellen der Bibel gelesen werden. Bei vielen Begegnungen und Gesprächen wurden die Probleme der politischen Situation deutlich. Vielfach sind die Ansichten sehr verhärtet, was ein Aufeinanderzugehen umso mehr erschwert. Trotzdem leben die Menschen in den Dörfern und Städten friedlich zusammen, ob Muslime, Juden oder Christen, die nur einen Anteil von 1,7 Prozent an der Bevölkerung Israels ausmachen.
Beeindruckend für alle Teilnehmer war auch die Natur im Heiligen Land. In besonderer Erinnerung bleiben da das Baden im Toten Meer, in den warmen Quellen des Parks Gan Hashlosha und im See Genezareth zum Sonnenaufgang, die Übernachtung in einem Beduinenzeltlager, die zerklüftete Wüste, wo es dann doch immer wieder ein wenig Grün gibt, im Norden das saftige Grün entlang des Jordans und im Westen das flache Land entlang der Mittelmeerküste.
Betroffene Stimmung herrschte beim Besuch der Gedenkstätte Yad Vashem und dem „Tal der Gemeinden“, in dem alle über 5000 Orte aufgeführt sind, wo jüdische Gemeinden zwischen 1936 und 1946 durch Progrome ausgelöscht wurden. Vor der Gedenktafel der ostwestfälischen Städte und Gemeinden gedachte man der Ereignisse.
Jerusalem mit seinen Gassen und vielen Kirchen war voller Treiben. Teilweise kam der lautstarke Verkehr zum Erliegen. Auf dem Dach des Hauses des lateinischen Patriarchen erläuterte Pater Kelly der Gruppe in 23 Sekunden, wo die unvermutet nahe beieinander liegenden Stationen Christi in Jerusalem liegen. Jerusalem, eine einmalige Stadt mit ihren Glaubensstätten, ihrer religiösen Vielfalt, den Basaren, jüdischen und weltlichen Einrichtungen. Auch hier leben die Menschen friedlich nebeneinander. „Jetzt muss ich das erst alles einmal verarbeiten“, sagte Lisa Fromme am Ende der Pilgerreise, was wohl für alle Reisenden galt – ein unvergessliches Erlebnis mit vielen Eindrücken.







