Aktuelle Ausgabe
2012-20

Ursulinenrealschule Werl feiert 50-jähriges Bestehen mit großer Festwoche

Auf bewährten Wegen Neues wagen

Gratulierten zum Jubiläum (v.l.): Edmund Hermwille (Abteilungsleiter kath. Schulen in freier Trägerschaft im Generalvikariat), Prälat Joachim Göbel (Hauptabteilungsleiter für Schule und Erziehung), Schwester Hildegard Löher (Oberin), Brigitte Zein-Schumacher (Schulleiterin), Schwester Mechtildis Weiss (stellv. Oberin der Werler Ursulinen), Rainer Dyrlich (stellvertretender Schulleiter), Pastor Heinrich Überdick (ehemaliger Schulseelsorger und Deutschlehrer an der Realschule). Foto: Risse

Werl. In den ersten 25 Jahren nach der Gründung wurden lediglich Mädchen aufgenommen in die Ursulinenrealschule Werl. Dann öffnete sich die Schule auch für Jungen. Im 50. Jahr ihres Bestehens, das die Schule in der Trägerschaft des St.-Ursula-Stifts Werl jetzt feierte, lernen 430 Mädchen und Jungen in der Einrichtung, die in der Marienstadt und den Nachbarorten einen guten Ruf genießt. 

von Hermann Risse 

Dass dort mit großer Begeisterung gelernt wird, zeigten Projekttage, die der Jubiläumsfeier im Forum der Ursulinen und dem sich daran anschließenden Schulfest voraus gingen. Ob es um die Einrichtung einer Cocktailbar, das Erlernen des Klöppelns oder um „Landwirtschaft gestern und heute“ ging, die Schüler waren unter Anleitung ihrer Lehrer mit Begeisterung aktiv. 

Im Gottesdienst unter dem Thema: „Einen Weg miteinander gehen“ betonte der Leiter der Hauptabteilung Schule und Erziehung im Erzbistum Paderborn, Prälat Joachim Göbel, in seiner Predigt unter anderem, dass sich der Geist und die Atmosphäre der Schule in die Seele der Kinder eingetragen, deren Lebensweg hoffentlich zum Guten beeinflusst und ihre Sicht der Welt erweitert habe. Das sei immer das Ziel der Ursulinen, die als Lehrerinnen auf der Grundlage von Wohlwollen und Liebe tätig seien und damit die Weisung ihrer Ordensgründerin, Angela Merici, anwendeten. Beim Festakt mit dem Thema: „Auf bewährten Wegen Neues wagen“ begrüßte Direktorin Brigitte Zein-Schumacher die Schwestern des St. Ursula-Stifts zu Werl, eine große Zahl Ehrengäste, darunter Prälat Bruno Kresing, der als ehemaliger Generalvikar 27 Jahre dem Stiftsvorstand von St. Ursula angehörte, Lehrer, Schüler, Eltern, Ehemalige und Gäste der Partnerschule aus Le Mans.

Die Schulleiterin gratulierte am Festtag zunächst den Schwestern des St.-Ursula-Stifts, die auf den Tag genau, am 2. Oktober 1888, nach Werl gekommen waren, „was eine unglaublich gute Entscheidung“ gewesen sei. Der Weg der Realschule habe vor 50 Jahren mit 91 Schülerinnen begonnen. Es sei auf dem Weg gut voran gegangen und in jedem Jahr neue Schülerinnen hinzugekommen. Nach einer Wegstrecke von 25 Jahren habe die Schule dann auch den Weg zur mittleren Reife für Jungen geöffnet. Gegenwärtig sei wichtig, dass die Schule eine öffentliche Einrichtung sei, was bedeute, dass sie eine öffentliche Verpflichtung trage. Die Schule sei außerdem eine katholische Schule in „ursulinischer“ Tradition, was bedeute, dass der Glaube die Ziele und das Handeln präge. „Wir können uns in Werl ausgesprochen glücklich schätzen, dass unsere gesellschaftliche Verpflichtung und unsere christlich gesetzten Ziele wunderbar miteinander harmonieren“, betonte Brigitte Zein-Schumacher unter anderem. 

Schwester Hildegard Löher, die Oberin des St.-Ursula-Stifts zu Werl machte in ihrem Grußwort deutlich, dass die Worte von Ordensgründerin Angela Merici aus dem zweiten Vermächtnis nach wie vor Gültigkeit haben, wonach die Schutzbefohlenen im Bewusstsein, im Herzen eingeprägt und im Sinn behalten werden sollen und nicht nur ihre Namen, ihre Herkunft und ihre Veranlagung. 

Auch die Partnerschule aus Le Mans überreichte ein Geschenk. Für das Rahmenprogramm mit Musik, Gesang, Akrobatik und Schattentheater, bei dem der vor 50 Jahren aktuelle „Kriminaltango“ im Mittelpunkt stand, sorgten Schülerinnen und Schüler.

Dem Festakt im Forum der Ursulinen schlossen sich Empfang und Schulfest an, bei dem durch Schüler und Pädagogen den Eltern und Gästen die Aktionen der Projekttage sowie Akrobatik, Tänze, chemische Experimente, Musik, Sport und sonstige Aktionen zum Mitmachen angeboten wurden.


19.05.2012
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