Aktuelle Ausgabe
2012-20

Katholische und evangelische Kirche bringen gemeinsamen Pilgerführer heraus

Auf Jakobs Pfaden durch Dortmund

Andreas Isenburg vom evangelischen Kulturbüro, Propst Andreas Coersmeier, Superintendent Paul-Gerhard Stamm und Michael Bodin, Pressestelle der katholischen Stadtkirche, stellten die Pilgerkarte vor.Foto: Nückel

Dortmund (NÜ). Zwei Pilgerrouten der neu ausgewiesenen Jakobswege führen durch Dortmund. Die katholische und die evangelische Kirche in der Stadt haben jetzt gemeinsam mit dem Erzbistum Paderborn und der Evangelischen Kirche von Westfalen einen ökumenischen Stadtplan herausgegeben, auf dem alle Kirchen entlang der Pilgerroute verzeichnet sind. 

„Wenn ich Leute mit Rucksack in der Kirche sehe, dann sind das Pilger“, sagt Propst Andreas Coersmeier. Es sind einige, die jede Woche auf dem Jakobsweg durch Dortmund kommen. Denn, so berichtet Superintendent Paul-Gerhard Stamm, „seit Hape Kerkeling gibt es einen Pilgerboom, auch im evangelischen Bereich.“

Weil Pilgern heute eine ökumenische Anlegelegenheit ist, haben die beiden Kirchen sich zusammengeschlossen und unter dem Titel: „Kreuz und Quer“ eine Pilgerkarte für Dortmund herausgegeben. Das Projekt zur Kulturhauptstadt RUHR.2010 stellt 30 evangelische und katholische Kirchen entlang der Jakobswege auf einer Karte vor. „Wenn wir das Projekt nicht ökumenisch gemacht hätten, dann hätten einige Kirchen gefehlt“, meint Superintendent Stamm. „Schließlich gibt es alte Kirchen in Dortmund, die heute evangelisch sind.“ 

„Auf dem Weg lässt sich die Vielfalt der Dortmunder Kirchen erkunden: Ihre Spiritualität reicht von den tiefen Wurzeln der Romanik bis zur Kühnheit moderner Bauten aus Glas und Beton“, heißt es im einleitenden Text.

Auf der Karte befinden sich zwei Pfade, die sich in der Dortmunder Innenstadt kreuzen. Der Pfad in Ost-West- Richtung führt von der evangelischen St.-Johannes-Kirche in Wickede zu St. Maria Magdalena in Lütgendortmund, die Nord-Süd-Route von St. Johann Baptist in Brechten nach St. Peter zu Syburg.

Die Wege sind als offizielle Jakobswege durch die Jakobsmuschel, dem Symbol des Schutzpatrons der Pilger, gekennzeichnet. Natürlich können Pilger in Dortmund einen Stempel erhalten. „Ich habe aber auch schon mal mit dem Kirchensiegel ausgeholfen“, erzählt Propst Coersmeier.


19.05.2012
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