Aktuelle Ausgabe
2012-20

Prälat Theo Ahrens als Leiter der Schulabteilung im Generalvikariat verabschiedet

Anerkennung und Dank für eine „Lehrerpersönlichkeit“

Abschied und Anfang: v. l. Generalvikar Alfons Hardt, Prälat Theo Ahrens, Oberstudienrat i. K. Joachim Göbel, Erzbischof Hans-Josef Becker. Foto: pdp

Paderborn (pdp). Mit einer Feier im Paderborner Liborianum ist Prälat Theo Ahrens (70) als Leiter der Hauptabteilung Schule und Erziehung im Erzbischöflichen Generalvikariat verabschiedet worden. Erzbischof Hans-Josef Becker würdigte Prälat Ahrens als einen Priester und Lehrer, der die Schullandschaft des Erzbistums Paderborn über einen langen Zeitraum hinweg maßgeblich mit gestaltet habe. Die Nachfolge von Ahrens trat zum 1. November Joachim Göbel aus Dortmund(49), Priester der Erzdiözese Paderborn und Oberstudienrat im Kirchendienst, an.

In einem Gottesdienst zu Beginn der Feierlichkeiten unterstrich Erzbischof Becker, dass die Beziehung zwischen Gott und Mensch nichts ein für alle mal Fertiges sei. In diesem Sinne müsse man an jedem Tag neu zu einem Gläubigen, einem engagierten Christen, einem Lehrer oder Priester werden. „Prälat Theo Ahrens weiß aus der langjährigen Wahrnehmung seines Amtes, was es heißt, sich mit gläubiger Entschiedenheit täglich neu den Herausforderungen im Bereich von Schule und Hochschule zu stellen“, sagte der Erzbischof in seiner Predigt. „Mit Hilfe seiner kompetenten und eifrigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ist es ihm gelungen, den Weinberg des katholischen Schul- und Hochschulbereichs in unserem Erzbistum zu bestellen und auf der Höhe unserer Zeit zu agieren. Das verdient unser aller Anerkennung und Dank.“
Dass Ahrens wie kaum ein anderer Priester des Erzbistums auf denkbar unterschiedlichen Ebenen mit Schule und Unterricht zu tun gehabt habe, stellte Generalvikar Alfons Hardt beim anschließenden Festakt fest. Die Leidenschaft fürs Lernen, das es jungen Menschen ermögliche, sich im Hinblick auf ihr eigenes unverwechselbares Menschsein zu formen, sei prägend für die „Lehrerpersönlichkeit“ Ahrens. Der Generalvikar hob auch hervor, dass es Standfestigkeit und Weite bedürfe, um die Hauptabteilung Schule und Erziehung im Erzbischöflichen Generalvikariat zu führen. Schließlich sei die Hauptaufgabe der Abteilung „ein ständiges Zusammenspiel und Ausloten von sowohl kirchlichen als auch staatlichen Interessen und Ansprüchen“.
„Bildung und Schule sind für die Kirche keine Nebensache, sondern eine Hauptsache“, sagte Prälat Ahrens zum Ende des Festaktes in seinen Dankesworten. Im Rückblick auf seine Dienstjahre stellte er fest, dass er seit seinem sechsten Lebensjahr nicht mehr aus der Schule herausgekommen sei: als Lernender, als Lehrender und Verwalter des Lehrens und Lernens. Er dankte für die vielen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, durch die er erfahren habe, wie vielschichtig die Aufgabe der Kirche im Bereich der Schule sei. „Bildung ist für uns nichts notwendiges, sondern ein Weg, auf dem freie Menschen gehen“, so Ahrens.
Mit gestaltet wurde das Festprogramm von Mitarbeitern der Hauptabteilung Schule und Erziehung, die sich mit zahlreichen Fotos und Anekdoten an ihren scheidenden „Chef“ erinnerten. Besonderer Höhepunkt war ein Vortrag des Schweizer Schriftstellers Hans Conrad Zander. Für die musikalische Umrahmung sorgte das Schulorchester des Gymnasiums St. Xaver in Bad Driburg.
Joachim Göbel wurde 1958 in Witten geboren und nach dem Studium der Theologie und Philosophie 1985 von Erzbischof Johannes Joachim Degenhardt zum Priester geweiht. Als Vikar wirkte er von 1985 bis 1988 in der Pfarrei St. Nikolaus Büren, von 1988 bis 1991 in der Pfarrei Mariä Himmelfahrt Meschede. 1991 nahm er in Paderborn das Lehramtsstudium für Gymnasien auf, das er 1996 mit dem zweiten Staatsexamen abschloss. 1995 bis 1996 absolvierte er in Hamm das Referendariat, 1996 ging er als Religionslehrer nach Dortmund ans Mallinckrodt-Gymnasium, wo er zunächst als Studienrat und Schulseelsorger, seit 2005 als Oberstudienrat tätig war. Von 2002 bis 2006 war er Schulbeauftragter des Erzbistums in der Stadt Dortmund.


19.05.2012
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