Aktuelle Ausgabe
2012-20

Bergkamener katholische und evangelische Christen bereiten sich auf ökumenischen Kirchentag vor

Alle gemeinsam in einem Boot

„Alle in einem Boot“ – das Motto zum Besuch des ökumenischen Kirchentages 2010 in München präsentierten Mitglieder der Vorbereitungsgruppe der katholischen und evangelischen Kirchengemeinden in Bergkamen symbolisch. Foto: Plamper

Bergkamen. Die Gläubigen der fünf katholischen und zwei evangelischen Kirchengemeinden in Lünen planen, gemeinsam am ökumenischen Kirchentag im Mai 2010 in München teilzunehmen. „Es ist eine Premiere“, sagt Bernd Ruhbach, Pfarrer der Friedenkirchengemeinde und Initiator der Aktion. Unter dem Motto „Alle in einem Boot“ bereiten derzeit die Gläubigen der sieben Gemeinden unter Federführung der Mitglieder der ökumenischen Arbeitsgruppe die Reise vor.

von Elisabeth Plamper

Symbolisch rückten die Vertreter aus den verschiedenen Kirchengemeinden in der Arbeitsgruppe auf einem Motorboot der Yachtschule Rünthe zusammen und stellten ihr Vorhaben vor. Mit dabei die Gemeindereferentinnen Irene Langwald und Gertrud Wille, die Pfarrer Thorsten Neudenberger, Bernd Ruhbach und Sabine Sarpe sowie Diakon Andreas Hintermüller und Marion Kleine, Vorsitzende des Pfarrgemeinderates St. Elisabeth.
„Damit ihr Hoffnung habt“, lautet das Leitwort nach Vers 21, Kapitel 1, aus dem Petrusbrief für den zweiten ökumenischen Kirchentag im kommenden Jahr vom 12. bis 16. Mai in der bayerischen Landeshauptstadt. Weit mehr als 100 000 Christen werden erwartet, um miteinander über ihren Glauben zu diskutieren, voneinander zu lernen, zu beten und ein Fest des Glaubens zu feiern. Nach dem ökumenischen Kirchentag in Berlin 2003 ist es der zweite Kirchentag, den Christen beider Konfessionen miteinander begehen.
„Aus gemeinsamer Verantwortung suchen wir nach Formen gemeinsamen Handelns“, erklärte das Präsidium in einer Presseerklärung. Die Bergkamener Gemeinden verstehen den ökumenischen Kirchentag in München aber auch als Impuls, sich schon im Vorfeld auf den Weg zu machen, um sich gegenseitig bewusster als evangelische und katholische Christen wahrzunehmen. Dazu sind verschiedene Veranstaltungen geplant, die sich aber nicht nur an die „Kirchentagsfahrer“, sondern auch an alle ökumenisch Interessierte Christen in der Stadt richten. Das „Ökumenische Forum“, ein Gesprächskreis katholischer und evangelischer Gläubigen, soll künftig im Wechsel in allen Bergkamener Gemeindehäusern stattfinden. Der nächste Termin ist der 28. September in der Rünther Herz-Jesu-Kirche. Im Frühjahr ist außerdem eine Busrundfahrt von Kirche zu Kirche geplant und der ökumenische Kreuzweg der Jugend auf die Berghalde „Großes Holz“ soll künftig von allen Gemeinden zusammen getragen werden.
Die Anreise zum Kirchentag mit gemeinsamer Unterkunft wird voraussichtlich mit dem Bus oder dem Sonderzug erfolgen. Eine noch unverbindliche Interessentenliste liegt in den einzelnen Gemeindebüros bereits aus.
Nach der offiziellen Anmeldung bei der Geschäftsstelle des Kirchentages erfolgt die Zuweisung der Quartiere für die Teilnehmergruppe. Der Anmeldeflyer mit allen Informationen zur Anreise, Unterkunft und Kosten wird dann kurz vor den Herbstferien erscheinen. „Wir gehen zunächst einmal von einer Zahl zwischen 90 und 130 Personen aus“, meint Pfarrer Ruhbach „Die bayerische Landeshauptstadt ist ein sehr attraktives Ziel.“



19.05.2012
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