Das Marien-Hospital in Witten feierte 150-jähriges Bestehen
Agil und erfolgreich
Witten. „150 Jahre Marien-Hospital Witten, das sind 150 Jahre Verantwortung für das Leben.“ Kürzer und treffender konnte es Geschäftsführer Dr. Christoph Winter nicht auf den Punkt bringen, was das Krankenhaus in dieser langen Zeit geleistet hat. Ein Grund zu feiern und so ging im Jubiläumsjahr 2008 nicht nur eine historische Ausstellung auf Wanderschaft, sondern kamen auch 250 geladene Gäste zu einer festlichen Jubiläumsveranstaltung im Saalbau Witten zusammen.
von Ingrid Piela
Alfred Gehrke, Vorsitzender des Verwaltungsrates, begrüßte die Gäste aus Nah und Fern, darunter Weihbischof Manfred Grothe, Staatssekretär Dr. Walter Döllinger, die Bundestagsabgeordnete Christel Humme, Förderer und Mitarbeiter, Ehrenamtliche und Ordensschwestern aus dem ganzen Erzbistum Paderborn. Alfred Gehrke würdigte die Unterstützung der Förderer und das Wirken der Mitarbeiter. Die Menschen, die im Marien-Hospital arbeiteten und dem Krankenhaus ein Gesicht geben, prägten das Haus, so der Vorsitzende des Verwaltungsrates.
Das „Geburtstagskind Marien-Hospital“ sei „ziemlich agil und sehr erfolgreich“, sagte Geschäftsführer Dr. Christoph Winter. Er hatte ein innovatives Buchgeschenk, ein Jubiläumsbuch „Marien-Hospital Witten 150 Jahre“, für jeden Gast mitgebracht. Mitarbeiter kommen darin zu Wort, berichten über ihre Arbeit und erlauben einen Blick hinter die Kulissen des Krankenhauses.
WDR 2-Moderatorin Gudrun Höpker führte durch die Geburtstagsveranstaltung im Theaterraum des Saalbaus, während ihre Schwester Katharina am Flügel die Musik zum Thema des Tages beisteuerte. Die Moderatorin hatte das Krankenhaus besucht und war voll des Lobes. „Die Panoramastation ist so schick, da kann man zum Simulanten werden.“ Es werde viel getan, sogar eine mediterrane Wohlfühlstation sei geplant.
Dr. Walter Döllinger ließ im Zeitraffer 150 Jahre Marien-Hospital Revue passieren. „Es wurde Fantastisches geleistet.“ Aus Ruinen hätten die Verantwortlichen nach dem Krieg in nur zwei Jahren ein Krankenhaus mit 200 Betten errichtet. Dass jüdische Mitbürger nie abgewiesen worden seien, kommentierte der Staatssekretär mit „Meine Hochachtung“. Auch die Politik brachte er ins Spiel, als er feststellte, Minister Laumann habe sich die Gesundheitspolitik auf die Fahne geschrieben. Die künftigen pauschalen Bewilligungen seien ein substantieller Beitrag. Das Krankenhaus könne frei entscheiden, wo es die finanziellen Mittel einsetze. Starken Applaus erhielt Dr. Döllinger, als er seine Ansprache mit den Worten schloss: „Wir lassen nicht zu, dass die Krankenhäuser in Nordrhein-Westfalen 200 Millionen Euro weniger bekommen als die in anderen Bundesländern.“
Eine Talk-Runde mit Mitarbeitern sowie einem Chef-Arzt auf dem „roten Sofa“ rundeten die Jubiläums-Festveranstaltung ab.








