Requiem im Hohen Dom / Beisetzung in Halle-Stockkämpen / „Überzeugender Priester und Bischof“
Abschied von Weihbischof Consbruch

- Zahlreiche Gläubige nahmen am Requiem für Weihbischof Consbruch teil. Während der Eucharistiefeier war der Sarg im Dom aufgebahrt.
Paderborn (-haus). Der verstorbene Weihbischof Paul Consbruch hat seine letzte Ruhe auf dem Friedhof seiner Heimatgemeinde in Halle-Stockkämpen gefunden. Zuvor war im Paderborner Dom das Requiem für den im Alter von 81 Jahren Verstorbenen gefeiert worden. Dabei hatte Erzbischof Hans-Josef Becker noch einmal die Verdienste Consbruchs für das Erzbistum gewürdigt und gleichzeitig unterstrichen, wie sehr der Verstorbene auch für ihn persönlich „stets ein loyaler und hilfsbereiter Mitbruder“ gewesen sei, der ihm wichtige Erkenntnisse und Einsichten vermittelt sowie wertvolle Hilfen gegeben habe.
„Der Lebenskreis eines unermüdlichen Dieners des Herrn hat sich geschlossen“, sagte Becker zu Beginn des feierlichen Requiems, in dessen Mittelpunkt weniger die Person des verstorbenen Weihbischofs stand, sondern vielmehr eine von fester Zuversicht geprägte Verkündigung des Ostermysteriums der Auferstehung. Mit dem Heimgang des 81-Jährigen verliere das Erzbistum in unruhigen Zeiten einen überzeugenden Seelsorger, der seinen Dienst „schnörkellos, zielgerichtet und vor allen Dingen konsequent“ verrichtet habe.
Eine der Eigenschaften, die den verstorbenen Weihbischof zu Lebzeiten auszeichnete, kam während des Requiems für ihn noch einmal eindrucksvoll zum Tragen: „Was er regeln konnte, regelte er“, charakterisierte der Erzbischof Paul Consbruch: Seine genauen Anweisungen für den Tag seines Begräbnisses seien für alle, die damit befasst seien, eine wertvolle Hilfe.
So lasse sich der vom Verstorbenen ausgewählte Emmaus-Text als Evangelium durchaus als eine „letzte verstohlene Katechese“ betrachten, stellte Erzbischof Becker fest. Der Schlussgedanke der Geschichte der Emmaus-Jünger lasse sich dabei als das Vermächtnis des langjährigen Weihbischofs verstehen: Die Begegnung mit Jesus habe die Jünger so gestärkt, dass sie nach Jerusalem zurückgekehrt seien, ihren bereits zurückgelegten Weg noch einmal revidiert und die anderen Jünger aufgesucht hätten.
Zu den Trauerfeierlichkeiten waren zahlreiche Gäste nach Paderborn gekommen, darunter die Bischöfe Heinz Josef Algermissen aus Fulda und Dr. Karl-Heinz Wiesemann aus Speyer, Weihbischof Dr. Johannes Bündgens aus Aachen, Weihbischof Manfred Melzer aus Köln, Weihbischof em. Franz Grave aus Essen, Weihbischof em. Friedrich Ostermann aus Münster und Weihbischof em. Gerhard Pieschl aus Limburg. Auch die beiden Paderborner Weihbischöfe Manfred Grothe und Hubert Berenbrinker nahmen an dem Requiem teil. Als Vertreter des Apostolischen Nuntius in Deutschland war Prälat Dr. Kuriakose Bharanikulangara nach Paderborn gekommen.






