Aktuelle Ausgabe
2012-20

Caritas im Kreis Soest wirbt um Interessenten für Bundesfreiwilligendienst

Abschied der letzten „Zivis“

Maximilian Brenk, der letzte Zivildienstleistende des Caritasverbandes im Altkreis Soest, wird vom Vorstandsvorsitzendem Peter Wawrik (l.) und dem Zivildienstbeauftragten Georg Karbowski mit einer Urkunde verabschiedet.

Kreis Soest. Abschied von den letzten „Zivis“: Mit dem Ende der Wehrpflicht lief Ende Juli auch in den Einrichtungen der Caritas im Kreis Soest der Zivildienst aus. 

So wurde jetzt Maximilian Brenk, der letzte Zivildienstleistende des Caritasverbandes im Altkreis Soest, von Vorstandsvorsitzendem Peter Wawrik und dem Zivildienstbeauftragten Georg Karbowski mit einer Urkunde verabschiedet. „Sie gehören zu den mehr als 1000 jungen Männern, die in fast 30 Jahren ihren Zivildienst in den Einrichtungen der Caritas abgeleistet haben“, dankte Wawrik dem jungen Soester. Im Haus der Caritas in Soest war Maximilian Brenk unter anderem für Hol- und Bringdienste sowie für Schulfahrten zuständig. Für den jungen Mann, der jetzt eine Ausbildung bei der Sparkasse beginnt, waren die Monate bei der Caritas sehr wichtig: „Hier habe ich mich sehr wohlgefühlt.“ Er hat den Zivildienst als Chance begriffen, nach der Schulzeit einen Blick auf den Arbeitsmarkt werfen zu können und die Arbeitsabläufe in einer Firma kennenzulernen.

Auch Tim Sekul, der letzte „Zivi“ des integrativen St.-Barbara-Kindergartens in Hultrop, nahm Abschied von seiner Dienststelle. Vom 1. August 2010 bis zum 31. Juli 2011 war der jetzt 21-Jährige für die Mädchen und Jungen ein toller Freund und eine sichere Zuflucht, wenn Tränen flossen und Trost ganz dringend gebraucht wurde. 

Dass er sogar noch vier Monate „verlängern“ würde, hätte sich der Baumschulgärtner aus Neuengeseke auch nicht gedacht, als er zum ersten Mal das Haus an der St. Barbara-Straße betrat. Doch schnell wurde dem Zivi klar: „Das Geld stimmt, die Leute passen, das gefällt mir. Hier bleibe ich länger.“

Doch jetzt heißt es Abschied nehmen und den Platz frei machen für junge Männer, die sich für den Bundesfreiwilligendienst entschieden haben. „Ich kann kein Büromensch sein. Körperliche Arbeit ist mir wichtig“, hat Sekul erkannt, der jetzt als Gärtner bei einer Kommune arbeiten will. 

Der Kontakt zur Caritas und zur Tagesstätte soll nicht abreißen. Spätestens zur Kirmes will Sekul den Glühweinstand der Einrichtung besuchen.


19.05.2012
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