Aktuelle Ausgabe
2012-20

Hinter St. Walburga entstand ein Kreuzweg

80 Stufen den Berg hinauf

Gemeindereferent Ulrich Geschwinder (l.) und Thomas Matschke vor der Station „Jesus fällt zum 1. Mal unter dem Kreuz“, die von einem Religionskurs der 11. Klasse des Portaner Gymnasiums gestaltet wurde. Foto: Niekamp

Porta Westfalica (niekamp). Der mit Holzschnitzeln bestreute Weg schlängelt sich in scharfen Kurven den Jakobsberg hinter der Kirche hinauf. Es geht steil bergauf und bei hochsommerlichen Temperaturen perlt jedem Besucher der Schweiß von der Stirn. „Ich bin den Weg von allen Beteiligten bestimmt am meisten hinauf gegangen“, verrät Gemeindereferent Ulrich Geschwinder. Gemeint ist der neue Kreuzweg der Gemeinde St. Walburga in Porta Westfalica.

Hoch über den Dächern der Stadt an der Weser stand auf dem Grundstück des neuen Kreuzweges bis 2007 das alte Pfarrhaus. Nachdem dieses abgerissen worden war, lag das Gelände brach. Gemeindereferent Ulrich Geschwinder fand das immer „sehr schade“ und kam auf die Idee, mit Jugendlichen hinter der Kirche den Leidensweg Jesu nachzubauen. Inspirieren ließen sich die Portaner bei einem Besuch im Franziskanerkloster Ohrbeck vom dortigen Kreuzweg.
Nun ist ein großes Stück geschafft. Im Rahmen der 72-Stunden-Aktion des Bundes der katholischen Jugend (BDKJ) und bei einer einige Wochen später daran erinnernden 72-Minuten-Aktion arbeiteten die Jugendlichen aus der Gemeinde und von den Mindener Maltesern am Hang des Jakobsberges. Sie entfernten Brombeerbüsche, legten 80 Betonstufen, sägten, schraubten und hämmerten.
Und wurden am Ende nicht mit allen 14 Stationen endgültig fertig. „So bleibt der Weg lebendig“, sagt Geschwinder. Es kämen immer wieder neue Ideen aus der Gemeinde, die nach und nach umgesetzt werden sollen. Doch Thomas Matschke, Jugendgruppenleiter bei den Maltesern, schätzt, das die hauptsächlich als Mosaike gestalteten Stationen bis zu den Herbstferien zumindest fertig konzipiert sein werden. Jede wird von einer anderen Gruppierung gestaltet. Drei sind schon heute zu besichtigen.
In drei oder vier Jahren kann sich Ulrich Geschwinder vorstellen, mit seinen Jugendlichen an einer weiteren ehrenamtlichen Aktion teilzunehmen. „Dann aber mit einem kleineren Projekt“, sagt er und lacht.


19.05.2012
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