Aktuelle Ausgabe
2012-20

Neue Ideen für Eine Welt von morgen

18 Meter Information über Aids

Im Aids-Truck konnten sich die Besucher über Kopfhörer informieren. Foto: Steinhofer

Hagen-Hohenlimburg. Anfang des Jahres setzten sich Mitglieder des „Eine Welt Kreises“ und des Vereins „Don Bosco International“ zusammen, um ihre gemeinsame Arbeit neu auszurichten. Ein Ergebnis: der Missio-Aids- Truck kommt am Don-Bosco- Tag in die St.-Bonifatius-Gemeinde in Hohenlimburg. 

von Meinolf Steinhofer 

Zunächst fuhr der 18 Meter lange Schwerlaster eine Woche lang verschiedene Schulen im Stadtgebiet Hagen an. Zwei „Missionarinnen auf Zeit“ übernahmen die Aufgabe, das Thema im Unterricht darzustellen. Anschließend konnten die Schüler/-innen das Innere des Sattelschleppers besichtigen. Sie erhielten – leihweise – einen MP3-Player und wurden so durch die Ausstellung geführt.

Charles Hope, ein Siebzehnjähriger aus Südafrika, berichtet dabei von seinem Leben und von einem Freund, der an Aids starb. Er nimmt den Besucher mit in sein Shack, seine Hütte, in der er lebt, auf den Marktplatz und in eine Gesundheitsstation. Die vierzehnjährige Kajunga Longole aus Uganda erzählt, warum es gerade für Mädchen und Frauen so wichtig ist, über Aids und HIV informiert zu sein. Sie berichtet, wie sie seit dem Tod ihrer Eltern lebt, die an Aids gestorben sind.

Die Besucher können einige Projekte kennenlernen, die gegen die Ausbreitung der Immunkrankheit kämpfen. Auch der Verein „Don Bosco International“ um Dora und Hans Erkeling engagiert sich in Sambia für das Thema. Vor vier Jahren besuchten sie in ihrem Urlaub und auf eigene Kosten eine Schule in der „City of Hope“, und ein Heim für Mädchen, die Aids-Waisen geworden sind oder selbst von der ansteckenden Krankheit betroffen sind. „Hier in St. Bonifatius wollten wir die Möglichkeit wahrnehmen, um über die Arbeit zu informieren“, berichtete die Vorsitzende.

Auf zwei Schautafeln zeigte der Verein die Hilfen, die er in letzter Zeit mit Hilfe von Spendern verwirklichen konnte. „30000 Euro wurden für Ostafrika gesammelt“, erzählt Dora Erkeling nicht ohne Stolz; „davon gehen 10000 Euro in ein Flüchtlingslager und die anderen 20000 nach Äthiopien“. Dort – ebenso wie in Ghana, Nigeria, Simbabwe – bekommen 90 Prozent der Bedürftigen die notwendigen Medikamente nicht. Sie sind für sie zu teuer.

Die Erlebnisausstellung „Missio-aids-truck“ kann bundesweit ausgeliehen werden. Bedingungen sind unter „aids-truck.de“ zu erfahren. Ebenso die nächsten Anfahrtsorte. 

 

 


19.05.2012
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