Aktuelle Ausgabe
2012-4


Familiensonntag 2012 des Familienbundes in Hagen-Haspe: „Ehe und Familie auf dem Prüfstand“

Gemeinsames Fest des Glaubens

Die rund 400 Teilnehmer des Familiensonntags – vom Kleinkind bis zur Großmutter – erlebten in Hagen-Haspe ein buntes und abwechslungsreiches Programm.

Hagen/Erzbistum (-haus). „Neue Lebensformen – Ehe und Familie auf dem Prüfstand“ lautete das Motto beim diesjährigen Familiensonntag im Erzbistum Paderborn. Mehr als 400 Eltern, Kinder, Jugendliche und Großeltern feierten in der Gemeinde St. Bonifatius in Hagen-Haspe ein Fest des Glaubens, bei dem auch selbstkritisch die Frage gestellt wurde, ob Menschen, die sich für eine Lebensform außerhalb von Ehe und Familie entscheiden, in den Gemeinden und Pastoralverbünden ihren Platz finden können. Organisiert wurde der Familiensonntag in diesem Jahr vom Pastoralverbund Hagen-West, der gem. Kath. Kita GmbH Ruhr-Mark und dem Familienbund der Katholiken. 

„Wir im Pastoralverbund müssen uns bemühen, niemanden auszugrenzen und jedem mit seinem Lebensentwurf mit Respekt und Wertschätzung zu begegnen“, sagte Pfarrer Ansgar Schocke im Gottesdienst, der den Familiensonntag eröffnete. Wertschätzung, Respekt, Bindung, Verlässlichkeit, Treue und die Sehnsucht, die Nähe und die Liebe Gottes in Lebensbeziehungen zu erfahren, zeichneten heute viele unterschiedliche Lebensformen aus. Neben Pfarrer Schocke hatte Gemeindereferentin Rita Dransfeld gemeinsam mit vielen ehrenamtlichen Helfern den Gottesdienst vorbereitet.

Dass pastorale Räume den gesellschaftlichen Wandel erkennen, annehmen und die Menschen auf ihrem Lebensweg und ihrer Suche nach Gott begleiten müssen, machte Werner Schäube im Anschluss an die Messfeier während des Programmpunktes „Dialog – im Gespräch bleiben“ deutlich. Der bekannte Hagener Autor zahlreicher religionspädagogischer Veröffentlichungen hob hervor, dass es in diesem Zusammenhang zwar keine Patentrezepte gebe, es aber gelte, die Lebensentwürfe von Menschen und den damit verbundenen Wandel von Lebensformen ernst zu nehmen: „Wir müssen der Gefahr der Anonymisierung in den pastoralen Räumen begegnen, Menschen und der Glaube leben von guten Beziehungen und Begegnungen im System Familie.“

In jeder Familie oder in der Verwandtschaft gebe es die unterschiedlichsten Lebensformen, und im Laufe eines Lebens sei eine Vielzahl von Lebenskrisen gemeinsam zu bewältigen.

„Wichtig ist“, so Werner Schäube, „dass jeder Wertschätzung erfährt und sich ernsthaft um ein gutes Miteinander bemüht.“ Gott als verlässlicher Begleiter in jeder Lebenssituation müsse konkret in Familie und Beziehung erfahrbar werden.

Dieser Anspruch sei aber gleichzeitig auch eine Herausforderung: Die Ausgrenzung von Menschen widerspreche dem missionarischen Auftrag der Kirche. Mit Blick etwa auf wiederverheiratete Geschiedene wurde in der Diskussion deutlich, dass Ausgrenzung vermieden werden soll, ohne die Bedeutung der Ehe als Leitbild und Ideal aufzugeben.

Für einen bunten Ausklang der Veranstaltung sorgte schließlich der Familiennachmittag: Thomas Hoffmeister-Höfener und sein Team vom „Theomobil“ verzauberten das Publikum als Erzähler. Gemeindereferent und Kirchenclown Christoph Kinkel begeisterte mit kabarettistischen Einlagen und zeigte, wie das Lachen die Generationen über alle Altersgrenzen hinweg verbindet.

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Liturgie der Woche

Gebetsanliegen des Heiligen Vaters im Monat Februar

– Alle Menschen sollen Zugang zu Wasser und allen anderen Grundbedürfnissen des Lebens erhalten.

–  Der Herr segne die Anstrengungen all jener, die in den ärmsten Gegenden der Welt Kranke und Alte pflegen. 

Sonntag, 29. Januar, 4. Sonntag im Jahreskreis – Dtn 18,15-20, 1 Kor 7,32-35; Mk 1,21-28 – Namenstage: Gerhard (Gerd), Josef Fr., Valerius

Montag, 30. Januar – 2 Sam 15,13-14.30;16,5-13a; Mk 5,1-20 – Namenstage: Martina, Serena, Adelgunde, Maria Ward 

Dienstag, 31. Januar, Hl. Johannes Bosco (Priester, Ordensgründer) – vom hl. Johannes 2 Sam 18,6.9-10.14b.24-25ab.30-19,3; Mk 5,21-43; (Phil 4,4-9; Mt 18,1-5) – Namenstage: Johannes Bosco, Emma, Marcella 

Mittwoch, 1. Februar – 2 Sam 24,2.9-17; Mk 6,1b-6 – Namenstage: Brigida, Reginald, Katharina 

Donnerstag, 2. Februar, Darstellung des Herrn, Lichtmess Mal 3,1-4 oder Hebr 2,11-12.13c-18; Lk 2,22-40 (oder 2,22-32) – Namenstage: Alfred Delp, Bodo 

Freitag, 3. Februar, Hl. Ansgar (Bischof von Hamburg-Bremen, Glaubensbote in Skandinavien), Hl. Blasius (Bischof von Sebaste in Armenien, Märtyrer) – Sir 47,2-11; Mk 6,14-29, vom hl. Ansgar (Jes 52,7-10; Mk 1,14-20), vom hl. Blasius (Röm 5,1-5; Mk 16,15-20) – Namenstage: Blasius, Ansgar (Oskar) 

Samstag, 4. Februar, Hl. Rabanus Maurus (Bischof von Mainz), Marien-Samstag – 1 Kön 3,4-13; Mk 6,30-34, vom hl. Rabanus (Weish 9,1-6.9-10.12a; Mt 5,13-16) – Namenstage: Gilbert, Veronika, Rabanus 

Sonntag, 5. Februar, 5. Sonntag im Jahreskreis – Ijob 7,1-4.6-7, 1 Kor 9,16-19.22-23; Mk 1,29-39 – Namenstage: Agatha, Adelheid, Albuin

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Gemeindereferentin Sabine Jasperneite aus Wiedenbrück hat die Jungfrauenweihe empfangen

„Der Weg, meiner Berufung zu folgen“

Aus den Händen von Weihbischof Matthias König empfing Sabine Jasperneite Ring und Stundenbuch. Foto: Wiedenhaus

Wiedenbrück. Sabine Jasperneite, Gemeindereferentin im Pastoralverbund Reckenberg, hat durch Weihbischof Matthias König die Jungfrauenweihe empfangen. Die 41-Jährige verpflichtet sich damit, durch ein intensives und glaubwürdiges geistliches Leben Jesus Christus und der Kirche zu dienen.

von Andreas Wiedenhaus

„Wer sich heute in dieser Weise bindet, stößt nicht unbedingt auf Verständnis!“ In seiner Predigt setzte sich Weihbischof König mit den Vorbehalten auseinander, die so eine Entscheidung sicherlich häufig auslöse: Viele sähen darin sicherlich das Gegenteil von Freiheit und fühlten sich in ihren Vorurteilen gegenüber der Kirche bestärkt. Ein näherer Blick zeige jedoch ein völlig anderes Bild: „Ein lebendiger Glaube setzt Kräfte frei, die die eigenen bei Weitem übersteigen!“ Mit ihrer freien Entscheidung für Gott zeige Sabine Jasperneite dies eindrucksvoll.

Nachdem die Gemeindereferentin ihr Weiheversprechen abgelegt hatte, empfing sie aus der Hand des Weihbischofs als Zeichen ihres neuen Standes Ring und Stundenbuch als Symbole der Treue und des Dienstes der Fürbitte.

Info

Die Jungfrauenweihe ist eine Form des geweihten Lebens, die als Ausdruck des Vorhabens, Christus in besonders enger Weise nachzufolgen, vom Diözesanbischof nach liturgischem Ritus vorgenommen wird. Sie ist Zeichen einer lebendigen Liebe zu Gott. Eine Frau, die sich berufen glaubt, muss diesen Wunsch durch die Kirche prüfen lassen. Dazu beauftragt der Erzbischof einen Mentor, der die Frau durch eine Zeit der Kandidatur begleitet. Eine Frau, die diesen Weg gehen möchte, sollte nicht jünger als 30 Jahre alt sein und nicht älter als 50. Voraussetzungen sind ein stetes Gebetsleben und geistige und seelische Gesundheit. Sie darf nicht verheiratet gewesen oder ein der Jungfräulichkeit widersprechendes Leben geführt haben. Den Lebensstil der bewussten Jungfräulichkeit in der Welt um Christi Willen sollte sie bereits mehrere Jahre erprobt haben. Die Jungfrauenweihe stammt aus urchristlicher Zeit. Sie war im Mittelalter weitgehend abgeschafft und wurde durch das Zweite Vatikanische Konzil wieder belebt. Weltweit gibt es rund 3000 geweihte Jungfrauen.

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28.01.2012
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